„Wer Tränen lacht, braucht sie nicht zu weinen“, lautet das Motto der Komödie an der Steinstraße. RVDU-Mitglieder haben neben dem Spaß an turbulenten Boulevardstücken noch einen weiteren Grund, sich zu freuen: Sie und ihre Familien erhalten 10% Ticket-Rabatt.

sektcity

Szene aus "Sekt and the City" - eine umwerfende Comedy-Revue mit prickelnden Kostümschlachten, stimmgewaltigen Liedern, mitreißenden Tanzeinlagen — und natürlich knallenden Sektkorken!    Foto: Peter Bocklage

 

15 Monate war das Haus wegen Corona fürs Publikum geschlossen. Aber im Hintergrund hat das Team die neue Spielzeit vorbereitet und präsentiert jetzt das Programmheft für die Spielzeit 2021.

Unter der Rufnummer 0211-13 65 13 33 und der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können RVDU-Mitglieder rabattierte Karten reservieren. Bei der Abholung müssen sie dann nur ihren gültigen Mitgliedsausweis vorlegen. Rabatte sind bei Online-Buchungen nicht möglich, ausgenommen sind auch bereits stark ermäßigte Abos und Gutscheine.

 

schluessel"Schlüssel für Zwei": Eine Frau, zwei verheiratete Liebhaber und viele Geheimnisse. Aber plötzlich gerät das ausgeklügelte System durcheinander - und dann herrscht nur noch Chaos. Foto: Peter Bocklage

 

 

 

Die Komödie hat ein Hygienekonzept erarbeitet und passt es kurzfristig den aktuell geltenden Bedingungen an. Die aktuellen Details erfahren Sie hier oder per Telefon. 

So tauscht zum Beispiel die Frischluftklimaanlage die Luft im Innenraum ca. alle 5 Minuten (!) vollständig aus. Besucher*innen können sich also auf sorglose, heitere Abende freuen…

Viel Spaß und Lacher-Tränen wünschen der RVDU und Verena Wüstkamp mit dem gesamten Team der „Komödie“

gruemmer websiteIn stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenvorsitzenden

Peter Grümmer.

Er verstarb am 8. Juni 2021 nach längerer Krankheit im Alter von 76 Jahren.

Wir werden ihn und seine Arbeit in dankbarer Erinnerung behalten.

Peter Grümmer war 37 Jahre Mitglied unseres Vereins, viele Jahre davon im Vorstand, zunächst als Beisitzer, dann als 2. Vorsitzender und schließlich 16 Jahre als 1. Vorsitzender, bevor er sich 2014 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand zurückzog.

In den langen Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat er mit großem Engagement den Verein im Sinn des Reichsheimstättengedankens geführt und sich für die Belange des Vereins, der Mitglieder und Bewohner von Unterrath eingesetzt.

Er führte den Verein ins digitale Zeitalter und gab ihm zu Anfang der 2000er-Jahre durch den Einsatz von Frauen im Vorstand eine modernere Struktur. Mit seiner Energie und Effizienz konnten viele Vorhaben umgesetzt werden: Tempo 30 im RVDU-Kernbereich, eine Ampelanlage am Übergang zum Kartäuser Park, die Modernisierung des Spielplatzes An der Golzheimer Heide, und unter anderem wurden eine günstige Haftpflichtversicherung sowie Strom- und Einkaufsrabatte für Mitglieder erreicht.

Unter Peter Grümmers Leitung erhielten die Jahreshauptversammlungen Schwerpunktthemen wie Erhaltenssatzung, Kanalprüfung/ Grundwas-serschutz und Erhaltung der Düsseldorfer Gaslaternen, so dass sich die Mitglieder immer sachgerecht zu aktuellen Themen informieren konnten und zur Diskussion aufgerufen wurden. Zusammenarbeit mit anderen Bürgervereinen und der Stadtpolitik unter Beachtung der parteilichen Neutralität führten seine Arbeit zu nachhaltigem Erfolg.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Gisela, seinen Kindern und Enkelkindern sowie allen Angehörigen.

Reichsheimstätten-Verein Düsseldorf-Unterrath e.V. seit 1927

Vorstand und Mitglieder

street luziaZehn kleine bunte Männchen in leuchtenden Signalfarben hat der RVDU in seinem Kerngebiet aufgestellt. Auf der Brust tragen sie ein rotes Herz mit der Inschrift „Kids“, in der Hand halten sie ein Fähnchen mit dem Bild eines ballspielenden Kindes. 

Foto:Assistiert von Flora (5) und Mika (3) stellt RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann einen Streetbuddy an der „Golzheimer Heide“ auf.

Diese Streetbuddys – auf Deutsch: Straßenkumpel - sollen Autofahrer zur Vorsicht und Rücksicht auf Kinder mahnen. Daran fehlt es oft in den teilweise engen und beidseitig beparkten Straßen. Rücksichtslos verhalten sich manchmal sogar Fahrer*innen von „Elterntaxis“, die ihre Kinder zur Schule bringen.

street aufkleber„In jüngster Zeit haben vermehrt junge Familien das Erbe angetreten oder sind hierher gezogen“, sagt Luzia Busemann, „darum haben wir die Aktion gestartet. Wir wollen damit Unfallgefahren reduzieren. Die Sicherheit der Kinder ist uns wichtig!“

Ein eigens entwickelter Aufkleber (Foto rechts) informiert darüber, dass der RVDU die Streetbuddys gespendet und aufgestellt hat.

Inzwischen zeigt die Botschaft der Streetbuddys bei vielen Autofahrern Wirkung, bei einigen allerdings nicht, berichten Anwohner. Leider gibt es auch Menschen, denen sie wohl ein Dorn im Auge sind. An der Rheinlandstraße wurde ein Streetbuddy ganz zerstört, der Ersatz-„Kumpel“ konnte nach einer Kopf-Attacke wieder repariert werden.

Aktualisiert: Oktober 2021

badeingang 09 21Seit Anfang September 2021 ist das zum Abriss vorgesehene Unterrather Hallenbad nach über halbjähriger Corona-Zwangspause wieder für den Schwimmbetrieb offen. Sauna, Massagebreich und und Bistro bleiben geschlossen. Das Planungsamt stellte in der Bezirksvertretung die Neubaupläne und Überlegungen für die Gestaltung des Umfeldes und der zukünftigen Nutzung des bisherigen Hallenbad-Geländes vor.

Bürger und Politiker fragen sich: Hält das das 54 Jahre alte „Gartenhallenbad Unterrath“ bis zur Eröffnung des Neubaus durch?

 

Inhaltsverzeichnis

Neues Hallenbad neben neuem REWE-Supermarkt
Photovoltaik, grüne Dächer und Kinderrutsche
Wann wird das neue Bad eröffnet?
Altes Hallenbad, Einzelhandel und Verkehr - wie geht es weiter?
Kleine Geschichte des Unterrather Hallenbades

 

Neues Hallenbad neben neuem REWE-Supermarkt

Weil sich eine umfassende Renovierung des in die Jahre gekommenen Unterrather Bades nicht lohnt, hat der Rat der Stadt Düsseldorf im Januar 2020 einen Neubau an der Ecke Ulmenstraße/An der Piwipp beschlossen.

Foto 2021

So sieht die aktuelle Bauplanung aus: Links der REWE-Neubau, rechts das neue Hallenbad, dahinter gemeinsame Parkplätze, davor eine barrierefrei Haltestelle für die Straßenbahnen der Linien 707 und 705 Richtung Unterrath S-Bahnhof.( Haltestelle Gegenrichtung an der Kalkumer Straße)       Animation: baues architekten

Der Neubau des Hallenbades entsteht ca. 50 - 100 Meter hinter der Unterrather Stadtteilgrenze auf dem bisherigen Gelände des REWE-Supermarktes. Daneben, direkt an der Ecke Ulmenstraße/An der Piwipp (früher "toom") baut REWE einen neuen Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von bis zu 2000 qm.

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Photovoltaik, grüne Dächer und Kinderrutsche

Der REWE-Markt ist als "Green Building" nachhaltig konzipiert. Er soll im Betrieb CO2-neutal sein, u.a. durch Wärmerückgewinnung und Einsatz von Solarstrom.

Das Hallenbad ist lt. Planungsamt als "energieeffizientes, barrierefreies und zukunftsfähiges" Gebäude konzipiert. Nach Protesten von Bürgern und Politikern an einem reinen „Sportbad“ werden die im alten Bad bei Kindern so beliebte Rutsche, der Kleinkinderbereich und der Whirlpool mit 36 Grad warmem Wasser doch erhalten, nicht aber die Sauna.

Bei beiden Gebäuden sollen Fassadenbereiche und Dächer begrünt und mit Photovoltaikanlagen bestückt werden.

Beide Gebäude verbindet ein großzügig dimensionierter Fußgängerbereich mit Außengastronomie und Abstellplätzen für Räder und Lastenräder.

Auf dem gemeinsamen Parkplatz mit Ein- und Ausfahrten zur Kalkumer Straße und zur "Piwipp" sorgen Feldahorn, Spitzahorn und Baumhasel für Grün und Schatten.

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Wann wird das neue Bad eröffnet?

Nach dem Willen des Rates soll mit der Schließung des alten Bades das neue eröffnet werden. Das ist besonders wichtig für die Kontinuität des Schwimmunterrichts für eine Reihe von Düsseldorfer Schulen. Geplant war der fließende Übergang zunächst für den Sommer 2023. Laut Bäderchef Christoph Schlupkothen könnte sich das aber bis 2025 verzögern.

Bis dahin "bemüht" sich die Bädergwesellschaft, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Marcus Werner, Leiter Services bei der Bädergesellschaft, räumt  ein: "Allerdings handelt es sich um ein Stadtteilbad, welches aufgrund seines Baujahres jederzeit ausfallen kann.“

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Altes Hallenbad, Einzelhandel und Verkehr - wie geht es weiter?

Im Bereich An der Piwipp / Kalkumer Straße / Thewissenweg soll sich neben REWE, Aldi, dem Getränkemarkt und dem Zoo-Fachmarkt kein weiterer großer Einzelhandelsbetrieb mehr ansiedeln. Dadurch sollen sich die bestehenden kleineren Geschäfte halten und weiterentwickeln können.

Die Bezirksvertretung fordert außerdem, den Kreuzungsbereich auszubauen. Um die „Piwipp“ nicht zu überlasten, sollte der Anlieferverkehr über den Großmarkt geführt werden.

Für die öffentliche Erörterung sollen die Änderungen des Flächenplanes wegen der Corona-Einschränkungen ausgehängt und ein „Angebot zur Erörterung der Planung“ geschaffen werden. Wann und wie das konkret geschieht, muss der Planungsausschuss des Rates noch festlegen.

Politiker rechnen derzeit mit endgültigen Beschlüssen im Laufe des Jahres 2022. Erst dann kann der Bau beginnen.

Unterr Tor

Leider keine neuen Nachrichten gibt es zu den Eckgrundstücken an der Kalkumer Straße (Foto). Nachdem Hochhaus-Pläne für ein „Unterrather Tor“ abgelehnt wurden, ist nach Aussagen eines Planungsamtsvertreters in der Berzirksvertretung 6 dieser derzeit nicht dazu zu bewegen, neue Pläne vorzulegen.

hallenbad aussenAm Standort des bisherigen Hallenbades sollen laut Beschluss der BV 6 das Schwimmbadareal, Grundstücke der Stadtteilbücherei mit VHS, des Zentrum Plus und weitere Flächen zwischen Mettlacher, Zaberner-, Kalkumer- und Eckener Straße zu einem „echten Stadtteilzentrum für Unterrath mit hoher Aufenthaltsqualität“ gestaltet werden. Auch dafür gibt es derzeit keine konkreten Planungen. Im Vorfeld der Beratungen sollte es bereits 2020 einen öffentlichen Workshop geben. Ein neuer Termin ist noch offen.

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Kleine Geschichte des Unterrather Hallenbades

Das Unterrather Hallenbad war nach Gerresheim das zweite in der Bauweise eines Düsseldorfer „Einheits-Bezirkshallenbad-Typs“. Eine Besonderheit ist die Außenanlage mit Liegewiese. Deshalb bezeichnete es der Wiener Architekt Prof. Grünberger im Mai 1967 bei der Übergabe  an den damaligen OB Willi Becker als "Gartenhallenbad" - und leerte bei der Eröffnung ein Glas Badewasser auf „Ex“.

Das dritte Bad dieses Typs folgte Ende 1967 in Oberkassel. Es wurde bereits im Februar 2015 wegen Einsturzgefahr geschlossen. Der Neubau, das „Rheinblick 741“, öffnete am 28. August 2021.

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Hier geht’s zur ausführlichen Geschichte der bisherigen Hallenbad-Neubau und Stadtteil-Planung.

wald tunnel mai21Blick von der Grünanlage auf dem A-44-Tunnel auf den Unterrather Wald vor den Gebäuden der Bundespolizei. Links hinten der Hunde-Spiel- und Auslaufplatz.

Aktualisiert 1. Juni  2021

Ein großer Teil des Unterrather Waldes soll gerodet und später teilweise neu gepflanzt und aufgeforstet werden. Das Gelände wird für den Bau der Airport-City-West benötigt. Dagegen rührt sich Protest. Für viele Menschen in Unterrath und Stockum könnten die Baumaßnahmen und der Wald-Wandel aber auch eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen.

Der RVDU erklärt die Planung, beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen und stellt Forderungen.

 

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Wo steht der Unterrather Wald?

Vielen Unterrather wissen gar nicht, dass zwischen der A44 bzw. deren Tunnel und den ehemaligen Gebäuden der Engländer-Kaserne (heute Bundespolizei) ein Wald steht.

luftbild bupoBlick auf das Plangebiet Airport-City-West aus Richtung Flughafen. Die rot eingefärbte Fläche markiert in etwa dasWaldgelände. (Quelle: Vermessungs- und Katasteramt Düsseldorf /2019, Bearbeitung: H.-D. Budde)

Er ist bis zu ca. 340 Meter breit, zwischen ca. 30 und 80 Meter tief und mit rund 16.200 Quadratmetern ungefähr doppelt so groß wie die Rasenfläche der Merkur-Spiel-Arena. Der Wald gehört zum Sicherheitsbereich des Flughafens. Der Zugang ist durch Schranken und Maschendrahtzäune versperrt, von Süden her zusätzlich durch eine Mauer.

Laut Siedlergemeinschaft Düsseldorf Nord (seit 1931) handelt es sich um den Restbestamd eines durchgehenden Waldes von Unterrath bis Lohausen. Dessen Abholzung sei in den 1920er Jahren durch die französische Armee als „Reparationsleistung“ nach dem ersten Weltkrieg erfolgte. Auf der freien „Heidefläche“ seien Anfang der 1930er Jahre in mühevoller Eigenleistung die Wohnhäuser und Gärten der Siedlergemeinschaft entstanden.

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Warum handelt es sich bei der Grünfläche um einen Wald?

Laut „Landesbetrieb Wald und Holz NRW“ bilden Bäume und Sträucher auf der ca. 1,6 ha (16.200 qm) großen Fläche ein, so sein Gutachten,  „waldtypisches Innenklima“ mit niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit als in der Umgebung. Dazu tragen auch die 38 Bäume bei, die aufgrund ihrer Größe und damit ihres Alters durch die Düsseldorfer Baumschutzsatzung geschützt sind. Es handelt sich u. a. um Stieleichen, Rotbuchen und Robinien. Der gesamte Bestand ist ungeordnet, weist Lücken - etwa durch Windwurf – auf und enthält verwilderte Bereiche mit kleinen Bäumen und Gebüsch.        Zum Inhaltsverzeichnis

 

Wie ist der aktuelle Planungsstand für die Airport-City?

2004 schuf die Stadt Düsseldorf das Baurecht für die Airport-City. Seitdem entstand auf dem ehemaligen Kasernengelände der britischen Caernarvon Barracks ein internationaler Bürostandort.

Als letzter Bauabschnitt soll nun die Airport-City-West verwirklicht werden. Zwischen Flughafenstraße und der Mauer durch den Wald sind fünf- bis siebenstöckige Bauten mit Büros, Geschäften und einem Hotel geplant.

planentwurf

Der ausgelegte Planungsentwurf für die Airport-City-West mit den Gebäude- und
Grünbereichen. (Quelle: Stadtplanungsamt Landeshauptstadt Düsseldorf)

Die Stadt Düsseldorf hat einen Bebauungsplan-Vorentwurf vorgelegt, der nach Beschluss der schwarz-grünen Mehrheit im Ratsausschuss für Planung und Entwicklung derzeit bis zum 31. Mai 2021 öffentlich ausgelegt wird. Alle Details und Unterlagen hier einsehen.

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Wieviel Wald entfällt, wieviel soll ersetzt werden?

Nach den aktuellen Plänen soll etwa die Hälfte der bestehenden Waldfläche entfallen. Die andere Hälfte soll erhalten bzw. neu aufgeforstet werden. Als Ersatz für die vernichteten rund 8000 Quadratmeter muss nach Vorgaben des „Landesbetriebes Wald und Holz NRW“ ein doppelt so großer „Ersatzwald“ angepflanzt werden. Das geschieht 7-8 Kilometer nördlich der Airport City nahe dem Wasserwerk Duisburg in Wittlaer-Bockum. Ursprünglich war ein Areal in Langenfeld vorgesehen.

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Wie soll der Unterrather Wald in Zukunft aussehen?

Im Gegensatz zu den derzeit ausgelegten Plänen soll ein größerer Teil des ursprünglichen Waldes mit mehreren großen Bäumen nicht für die Bauarbeiten gerodet werden. Insgesamt soll die Waldfläche um weniger als die Hälfte schrumpfen. Dafür soll die Grundfläche einiger Gebäude verkleinert werden.

waldmauerZwischen den Bauten und dem eigentlichen Wald soll ein neuer „Waldsaum“ mit Bäumen, Sträuchern und Grünflächen angelegt werden. Für Fußgänger und Radfahrer sollen Wege zwischen der jetzigen Grünanlage auf dem A-44-Tunnel und der Airport-City-West verlaufen. Bisher ist der Durchgang in den Wald  durch einen Mauer (Foto) und einem dahiter liegenden Maschendrahtzaun versperrt.

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Welches neue Grün ist sonst noch in der Airport-City-West und auf dem A-44-Tunnel geplant?

  • Begrünung der neuen Flach- und Tiefgaragen-Dächer.
  • Rund 50 neue Bäume an der Klaus-Bungert-Straße und an der neuen Stichstraße in die Airport-City-West.
  • Weitere Grünflächen.
  • 100 zusätzliche Bäume, die der Flughafen stiften will und die noch nicht in der derzeitigen Planung enthalten sind. Das haben Airport-Vertreter bei Gesprächen mit Ratsvertretern von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zugesagt, hieß es im Planungsausschuss.
  • Unabhängig davon soll der an den derzeitigen Wald angrenzende vorhandene Baumbestand auf dem Tunnel-Grünzug erweitert werden.

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Wogegen protestieren Bürger, Baumschützer und Naturfreunde?

fahrraddemo

Die Baumschutzgruppe Düsseldorf, die im Rat vertretene Klimaliste und Bürger protestierten im Rahmen einer Fahrraddemo mit ca. 85 TeilnehmerInnen gegen den Ausbau der Airport-City-West. So wurde von Demonstrierenden beklagt, dass „für die geplanten Hotel- und Bürobauten gleich ein ganzes Wäldchen fallen“ müsse. Es gebe, so hieß es, schon „jede Menge Leerstand“ in der Stadt. Deshalb werde in der Airport-City-West „am ökologischen und ökonomischen Bedarf für Bürobauten vorbei geplant.“ Auf Plakaten dokumentierten TeilnehmerInnen die bestehenden Naturschutzrechte.

Die Düsseldorfer FDP-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Agnes Strack-Zimmermann (auf dem Foto links) forderte vor allem die PolitikerInnen von Bündnis90/Die Grünen auf, den „Unsinn“ zu stoppen und nicht noch zu unterstützen.            Zum Inhaltsverzeichnis

 

Wie geht jetzt weiter?

Voraussichtlich im Herbst wird das Thema im Ausschuss für Planung und Entwicklung erneut beraten. Dann wollen CDU und Bündnis90/Die Grünen ihre Änderungsanträge einbringen. Danach muss die Verwaltung die Pläne entsprechend ändern. Die letzte Entscheidung liegt beim Rat der Stadt Düsseldorf. Danach kann gegen die Beschlüsse geklagt werden.

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Das fordert der RVDU

Der Ausbau des Flughafens und die Ausweitung des Flugverkehrs haben in den letzten Jahren die Belastungen in unserem Wohngebiet stark erhöht. Jetzt wollen auch wir als Anwohner von den Baumaßnahmen profitieren.

Zusammengefasst erwartet der RVDU zwischen Airport-City und Wohngebiet ein hochwertiges Wald- und Grünkonzept mit Freizeitangeboten wie Rad- und Spazierwegen, Kinderspielplatz und einem „Waldcafé“.

Der RVDU-Vorstand begrüßt die Zusagen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in der Sitzung des Planungsausschusses vom 18. März 2021. Danach soll das südliche Baufeld zugunsten von Bäumen und Grün gegenüber der aktuellen Planung verkleinert werden, die bestehende und neu angelegte Waldfläche aufgewertet und mit 100 zusätzlichen Bäumen bepflanzt werden. Diese Änderungen will die schwarz-grüne Ratsmehrheit bei den künftigen Beratungen beantragen und beschließen. Wir als RVDU werden sehr genau beobachten, ob sich die Politiker an ihre Versprechen halten.

  • Thema Lärmschutz

Die bis zu siebenstöckigen Bürobauten der Airport-City-West schließen nach Ansicht des RVDU-Vorstandes eine Lärmschutz-Lücke zwischen Starenweg bis zur Straße „Am Roten Haus“ und wohl auch darüber hinaus für die angrenzenden Stockumer Siedlungsbereiche. Das ist eine durchaus erwünschte „positive Nebenwirkung“ der Baumaßnahme. Dass Gebäude einen hohen Lärmschutz bieten, zeigt sich östlich des Starenweges. Mit dem Bau der bisherigen Airport-City reduzierte sich der Bodenlärm des Flughafens bis weit in die Siedlung hinein erheblich.

uebersicht plangebiet

 

 

Die Übersicht zeigt die Bedeutung der Airport-City-West als Lärmschutz-Riegel zwischen dem Vorfeld West des Flughafens un den angrenzenden Wohnge-bieten von Unterrath und Stockum. (Quelle: Vermes-
sungs- und Katasteramt Düsseldorf /2019. Bearbeitung: H.-D. Budde)

 

 

 

 

Der erweiterte Lärmschutz ist für hunderte von Menschen in den angrenzenden Wohngebieten auch deshalb so wichtig, weil im Westbereich des Airports derzeit rund 30 Flugzeug-„Parkplätze“ ohne Stromanschluss entstehen. Das dürfte dazu führen, dass der Bodenlärm zunimmt – vor allem durch die APU’s (Hilfstriebwerke) Das für die interne Stromversorgung der Flugzeuge, Triebwerksläufe, Rollverkehr, Volllast-Betrieb bei Starts oder Umkehrschub bei Landungen.

  • Klima- und Staubfilterfunktion des Grüns

Erhalten und verbessert werden muss aber auch die Klima- und Staubfilterfunktion des Grüns. Darum müssen die Rodungen auf ein Minimum beschränkt werden. Wichtig ist vor allem, möglichst viele der großen Bäume so zu sichern, dass sie bei den Bauarbeiten keinen Schaden nehmen.

Neben den geplanten und zusätzlich versprochenen Aufforstungsmaßnahmen fordert der RVDU  weitere Bäume im bestehenden Grünzug auf dem Tunnel. Diese könnten aus dem Kontingent der vorgeschriebenen Ersatzpflanzungen beim Wasserwerk in Bockum abgezweigt  werden und so ortsnah das Klima verbessern helfen.

Die geplante Durchforstung und Aufforstung des Waldes, die Schaffung eines mit Grün gestalteten Übergangbereiches, die Begrünung der Flach- und Tiefgaragen-Dächer in der Airport-City-West, neue Bäume an bestehenden und geplanten Straßen sowie weitere Vorgaben des Bebauungsplans und weitere Baumpflanzungen auf dem A-44-Tunnel könnten auf Dauer ein größeres und wertvolleres ökologisches System mit besserer Klima- und Staubfilterfunktion als das bestehende Waldgelände schaffen.

  • Höherer Freizeitwert

Eine weitere „positive Nebenwirkung“ des Airport-City-Ausbaus für die Anwohner ist der Wegfall von Mauer und Zäunen. Das erhöht den Freizeitwert für Fußgänger und Radfahrer und schließt die Airport-City-West an das Wegesystem bis zum Kartäuserpark an.  Der RVDU schlägt zusätzlich am „neuen“ Wald einen Freizeit-Erlebnis-Bereich mit „Waldcafe“, Kinder-Spielplatz und dem bestehenden Hundeauslaufplatz vor. Wünschenswert ist die Verlängerung des A-44-Tunnels bis zur Brücke Höhe Zeisigweg. Darauf wäre dann zusätzlich Platz für Grün- und Freizeitflächen. Das alles zusammen ergäbe einen attraktiven Stadtteil-Treffpunkt mit frischer Luft und Lärmschutz zum Flughafen.

  • Büros ja oder nein?

Ob das Gewerbegebiet Airport-City-West überhaupt noch sinnvoll ist, muss angesichts der aktuellen Büro-Situation in Düsseldorf sicher detailliert geprüft und von der Politik entschieden werden. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass nach dem „Corona“-Ausnahmezustand die Nachfrage nach Büroraum und Luftverkehrsleistungen wieder stark steigt. Dabei scheint das Areal mit Skytrain zum Flughafenbahnhof, Terminal-Bahnhof der S 11, den Buslinien 721, 729, 759, 760, 776, 896 und SB 5, der im Bau befindlichen U81 und direktem Autobahn-Anschluss zukunftsträchtiger zu sein als andere Bürostandorte, die derzeit entwickelt werden.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Der RVDU-Vorstand bittet seine Mitglieder um ihre Meinung zu den Bebauungs- und Grünplänen der Airport-City-West. Schreiben Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Zusammenfassung wird an dieser Stelle veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.

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