Ob Hartholzklötzchen mit Schlupflöchern, Äste oder Stammabschnitte, Schilfhalme, markhaltige Stängel oder mit Sand gefüllte Gefäße – Wildbienen und andere Insekten freuen sich über jede Bleibe, in der sie ungestört wohnen, ihren Nachwuchs aufziehen und überwintern können. Und sie danken es uns, indem sie in unseren Gärten und auf Balkonen für Blütenpracht und reife Ernte sorgen.

Bienenhotel

Christian Schneegaß (links) und Michael Schiefke bei der Bohrarbeit für Bienenwohnungen. Fachlichen Rat gab Eva Lunkenheimer vom BUND für Umwelt und Naturschutz Düsseldorf (links) – hier im Gespräch mit der RVDU-Vorsitzenden Luzia Busemann.

Unter dem Motto „Einfach Bienen retten“ ruft deshalb der Reichsheimstättenverein Düsseldorf-Unterrath (RVDU) seine über 400 Mitglieder und deren Familien zum Bau von Insektenhotels auf. Partner der Aktion ist der BUND für Umwelt und Naturschutz in Düsseldorf. Beim Workshop zum Auftakt der Aktion gab BUND-Fachfrau Eva Lunkenheimer fachliche Tipps.

Leider werden die natürlichen Lebensräume der Insekten mehr und mehr eingeschränkt oder gar zerstört. Ausweichquartiere im dichtbebauten Siedlungsraum mit insektenfreundlich gestalteten Gärten sind deshalb fürs Überleben der Wildarten wichtig, weil sie wenigstens einen Teil der verlorengegangenen Tierparadiese ersetzen.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz stellt auf seiner Website auch den Nutzen von Wildbienen & Co. heraus. „Viele Pflanzen müssen von Insekten bestäubt werden, um Früchte zu tragen. Apfel, Erdbeere, Tomaten oder Blaubeeren – ohne Bienen und andere bestäubende Insekten könnten wir diese Lebensmittel von unseren Speiseplänen streichen.“

Der RVDU hat die wichtigsten Tipps für den Bau von Nisthilfen und deren langfristige Besiedelung in diesem pdf zusammengestellt (zum Download).

Für weitere Für weitere Informationen und den Bau von Insektenhotels geht es hier zur Website des BUND.

Viel Erfolg bei der Besiedelung der „Wohnungen“ und Freude bei der Beobachtung der „Mieter“!