Aktualisiert: Mai 2021

blumenwiesen

Unter dem Motto „Blumenwiesen statt Steinwüsten“ setzt sich die Stadt Düsseldorf für klimafreundliche und artenreiche Vorgärten ein. Sie möchte Bürgerinnen und Bürger zur Gestaltung „grüner Visitenkarten“ im Eingangsbereich ihrer Häuser ermuntern. Der RVDU unterstützt diese Aktion.

Steinwüsten aus Schotter, Kies oder Splitt gehen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren. Der umweltschädliche Effekt wird dann noch verstärkt, wenn unter den Steinen eine Folie oder eine Vliesschicht liegt. Regenwasser kann nicht mehr versickern, die Fläche ist versiegelt, vergleichbar mit asphaltierten oder betonierten Böden.

Leider gibt es einen Trend zu steinreichen Vorgärten. Eine Erkenntnis kommt dabei oft erst zu spät: Sie erfordern oft mehr Pflege als gedacht. Ein grüner Vorgarten erweist sich dagegen schnell als pflegeleichter und kostengünstiger. Ein weiterer Vorteil: Blumen, Stauden oder Bodendecker bieten nicht nur Farbenpracht fürs Auge, sondern auch viel Nahrung für Insekten. Sie produzieren Sauerstoff, binden Feinstaub, kühlen die Luft ab und locken Vögel an.

Hier gibt’s praktische Tipps und Tricks etwa zur Gestaltung und zur Pflanzenauswahl und hilfreiche Informationen:

 

  • flyerIm Flyer "Machs bunt - Klimafreundliche und artenreiche Vorgärten" finden sich neben Tipps auch Adressen für Planung und Gestaltung. Er ist kostenlos erhältlich beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt, Bauaufsichtsamt, im Rathaus und in den Düsseldorfer Bürgerbüros sowie online hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Förderprogramm für private Gärten

Im Rahmen des Förderprogramms "Mach was draus!", das primär für Initiativen, Kitas, Schulen und gemeinnützige Organisationen gedacht ist, können auch Maßnahmen in privaten Gärten finanziell unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass durch die Umgestaltung der Klimaschutz verbessert und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Der Zuschuss soll in erster Linie eine finanzielle Anerkennung darstellen und zur Beschaffung geeigneter Pflanzen verwendet werden. Förderbeträge liegen hier in der Regel bei 100 Euro. Zu den Details.

Gut zu wissen:

Die Landesbauordnung NRW verpflichtet im Grundsatz dazu, Vorgärten zu begrünen. In § 8 zu „nicht überbauten Flächen der bebauten Grundstücke“ steht: „Die nicht mit Gebäuden oder vergleichbaren baulichen Anlagen überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zu begrünen oder zu bepflanzen.“ Darüber hinaus gibt es entsprechende Festsetzungen in neueren Bebauungsplänen.

Die Stadtverwaltung schreitet bei Kenntnisnahme von unzulässigen Steingärten nach wie vor ordnungsbehördlich ein, machte aber kürzlich vor dem Umweltausschuss auch deutlich: „Die Ermittlung des Sachverhalts und die sodann vorzunehmende rechtliche Prüfung ist in jedem Einzelfall aber individuell und daher sehr zeitaufwändig und bindet entsprechend viel Personal. Eine flächendeckende Überprüfung des gesamten Stadtgebietes kann damit nicht erfolgen.“

 

Insekt3706Zum Thema passend die RVDU-Aktion "Insektenhotels für Balkon und Garten". Weiterlesen