Sichere Schulwege: Der RVDU mischt sich ein
Vorbeifahrende Autos räumen Schulkindern beim Überqueren von Straßen selbst in der Nähe von Schulen oft keinen Vorrang ein. Darunter sind oft auch "Elterntaxis". (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Aktualisiert 16. Januar 2026
Seit Jahrzehnten wird über die Schulwegsicherheit in Unterrath-West diskutiert. Dabei geht es vorrangig um Probleme auf zusammen rund 500 Meter Straße „An der Golzheimer Heide“ und „Krönerweg“. Hier sind zusätzlich zu den rund 340 Anwohnern montags bis freitags mehr als 500 Kinder zu Fuß, per Rad und Roller, in Lastenrädern und in so genannten „Elterntaxis“ unterwegs.
Vom Schul- und Anwohnerverkehr betroffen sind insgesamt 10 Straßen westlich der Kalkumer Straße zwischen Eckenerstraße und Dünenweg. Viele haben nur schmale Bürgersteige, alle keinen eigenen Radweg. Darum entstehen zwangsläufig Konflikte und Gefahrensituationen. Auf Vorschlag des RVDU soll jetzt ein „Runder Tisch“ ein Gesamtkonzept entwickeln, das die Belange der Anwohner und ihrer Kinder auf dem Weg zu weiterführenden Schulen in Golzheim stärker als bisher berücksichtigt.
Mit der folgenden Diskussion möchten wir Sie informieren und um Ihre Mitarbeit bitten.
Die aktuelle Situation mit Kartenübersicht
Warum sind „Elterntaxis“ so problematisch?
Was ist bisher geschehen?
Was will der jüngste Vorschlag der Verwaltung ändern?
Darum lehnt der RVDU dieses Verkehrskonzept ab
Wie geht es weiter?
Ihre Teilnahme ist gefragt!
Bisherige Stellungnahmen und Vorschläge
Die aktuelle Situation mit Kartenübersicht

Der nördliche Teil der „Golzheimer Heide“ (blau) und der östliche, etwa in Höhe Ammerweg abgepollerte Bereich des Krönerweges (blau mit hellblauem Rand) bilden ein rund 500 Meter langes Straßensystem. Daran liegen:
- die Elsa-Brandström- und die St.-Bruno-Grundschule mit rund 450 Schülerinnen und Schülern (hellrote Fläche)
- das AWO-Familienzentrum und mit etwa 70 Kindergartenplätzen (hellblaue Fläche)
- die Lebenshilfe-Wohnstätte (lila Fläche),
- Ein- und Mehrfamilienhäuser mir ca. 340 BewohnerInnen (gelbe Flächen)
- die Kleingartenanlage „Auf der Heide“ (grüne Fläche, Zugang auch vom Dünenweg).
Die Zufahrt mit Kfz erfolgt über die rot markierten Straßen.
Die Ausfahrt ist ausschließlich über ein 80 Meter langes „Nadelöhr“ der Golzheimer Heide zur Breisacher Straße erlaubt (gelb-rotes Oval).
Innerhalb des Schulbereichs rollt der Verkehr auf der "Golzheimer Heide" und auf dem Krönerweg in beiden Richtungen. Fahrbahnen werden durch zulässig parkende Autos und Falschparker verengt.
Es gibt keine Radwege. Bei Begegnungen und Überholmanövern weichen Kfz oft auf Gehwege aus und missachten Mindestabstände zu Radfahrern.
Weitere Zugangsmöglichkeiten:
Über einen autofreien Rad- und Fußweg durch den Grünzug zwischen Eckenerstraße und Krönerweg.- Busse der Linie 730 halten an der Eckenerstraße (H Meisenweg), Straßenbahnen der Linien 705 und 707 an der Kalkumer Straße (H Elsässer Straße)„
- Hol- und Bringzonen“ für Schulkinder befinden sich auf der Breisacher Straße beidseits der Einmündung „Golzheimer Heide“. Das „Parkverbotsschild“ (blau-rot mit rotem Querstreifen) erlaubt montags bis freitags zwischen 7:30 Uhr bis 17 Uhr das Anhalten für maximal 3 Minuten.
Warum sind „Elterntaxis“ so problematisch?
Neben den Autos der Anwohner werden die Straßen regelmäßig u. a. von Besuchern, Handwerkern, Paketdiensten, Müllwagen, Ver- und Entsorgungsdiensten, Lehrkräften und anderen Beschäftigen befahren. Dazu kommen zu den Anfangs- und Schlusszeiten der Schulen zahlreiche so genannte „Elterntaxis“.
Am Steuer von Elterntaxis sitzen Eltern, die ihre Kinder mit ihrem Auto zur Schule fahren, damit diese nicht von anderen Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, angefahren werden. (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Dabei verstoßen viele - insbesondere in den Zugangsbereichen beider Grundschuen - immer wieder gegen Halteverbote, parken und halten auf Gehwegen, missachten Durchfahrts- und Einfahrverbote, lassen Kinder in Halteverbotszonen aussteigen und an markierten Stellen nicht über die Straße. So gefährden sie letztlich den Schulweg aller Kinder. Ihr Verhalten erzeugt auch bei anderen Verkehrsteilnehmern Stress-Situationen und damit weitere Unfallgefahren.
Mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen wurden die Zugänge zu den Schulen teilweise sicherer gestaltet. Die Polizei kontrolliert regelmäßig.
Das Problem: „Elterntaxis“ und andere VerkehrsteilnehmerInnen lassen sich sogar dadurch nicht vom Fehlverhalten abschrecken.
An der Breisacher Straße wurde eine Hol- und Bringzone eingerichtet. Hier sollen Autos nur zum Aus- und Einsteigen der Kinder halten.
Das Problem: Immer wieder parken Eltern dort länger als 3 Minuten, begleiten ihre Kinder bis zum Schultor und blockieren so den Bereich.
Es wurden „Laufbus“-Haltestellen an der Kehler Straße und an der Brunokirche eingerichtet, an denen sich Kinder treffen und mit einer Begleitperson zur Schule gehen.
Das Problem: Nur eine Schule macht mit.
Die Schulen bitten Eltern immer wieder, auf „Elterntaxis“ im Bereich der Schule zu verzichten und mit ihren Kindern gemeinsam Schulwege mit Bus und Straßenbahn, zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden und zu erproben.
Das Problem: Kinder werden durch rücksichtslose Autofahrende sogar auf Gehwegen und auf dem Rumpfstück "Golzheimer Heide" zwischen der Grünanlage und den Schultoren bedrängt und gefährdet.
Was will der jüngste Vorschlag der Verwaltung ändern?
Im Juli 2024 gab es einen Ortstermin u. a. mit Verkehrsexperten der Stadt, Polizei, Elternvertretungen, Schulleitungen und Politikern. Rund eineinhalb Jahre später, am 3. Dezember 2025, präsentierte das Amt für Verkehrsmanagement der Bezirksvertretung (BV 6) eine Lösung. Neben Markierungsarbeiten vor der Elsa-Brandström-Schule heißt es zusammengefasst im Verwaltungsvorschlag:
- Die Straße „An der Golzheimer Heide“ soll zwischen Kröner Weg und Breisacher Straße dauerhaft zur Einbahnstraße Richtung Norden werden.
- Die Einfahrt für den Kfz-Verkehr soll nur noch über die Rheinlandstraße und die Achse Dünenweg/südliche „Golzheimer Heide“ erfolgen.
- Die Ausfahrt bliebe damit weiterhin ausschließlich über das „Nadelöhr“ zur Breisacher Straße (gelb-totes Oval) erlaubt.
Nicht zur Diskussion gestellt wurde ein Elternvorschlag, die Einfahrt von der Breisacher Straße in die Golzheimer Heide an Schultagen von 7:30 bis 9 Uhr zu sperren (NRW Schulstrassen-Erlass).
Die Politiker der BV6 kritisierten das Vorgehen der Verwaltung, stuften die Maßnahmen als zu gering ein und vertagten eine Entscheidung.
Warum lehnt der RVDU dieses Verkehrskonzept ab?
Die dauerhafte Umwidmung der „Golzheimer Heide“ zwischen Kröner Weg und Breisacher Straße zur Einbahnstraße könnte zwar die Gefahrensituationen der Kinder vor allem zu den Schulanfangs- und Endzeiten mindern, aber anderswo für mehr und neue Probleme sorgen:
So würde der Verkehr auf Dünenweg , Rheinlandstraße und südlicher „Golzheimer Heide“ weiter zunehmen
Angesichts teilweise sehr schmaler Bürgersteige und fehlender Radwege würden so auch Schülerinnen und Schüler zu weiterführenden Schulen in Golzheim noch stärker als bisher gefährdet.
Anwohner müssten auf dem Heimweg lange Umwege fahren.
An Dünenweg und Rheinlandstraße müssten Einfahrtbeschränkungen für Nicht-Anwohner in eine uneingeschränkte Durchfahrtgenehmigung für alle umgewandelt werden.
Der RVDU hat sich vor der Sitzung persönlich an alle 19 Mitglieder der Bezirksvertretung gewandt. Er schlägt – wie bereits oben beschrieben - einen „runden Tisch“ mit allen Beteiligten vor. Diese Idee wurde von allen Parteien begrüßt und soll jetzt umgesetzt werden.
Außerdem setzt sich der RVDU dafür ein, dass die Schulwege für Kinder zu Fuß, dem Fahrrad oder auf dem Roller sicherer werden. Ziel muss es sein, möglichst viele „Elterntaxis“ im Schulbereich überflüssig zu machen.
RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann begleitete die Rheinische Post bei einer Recherche-Rundfahrt und erläuterte dabei die Bedenken des Vereins. Zum Artikel
Für die Vorbereitung eines „Runden Tisches“ mit Politik, Verwaltung, Polizei. Schulen, Anwohnern und weiteren Betroffenen fragt der RVDU:
- Wie beurteilen Sie als Anliegerinnen und Anlieger, aber auch als Eltern von schulpflichtigen Kindern die aktuelle Verkehrssituation?
- Was sagen Sie zur vorgeschlagenen Einbahnstraßenregelung?
- Was schlagen Sie als alternative Lösungen für die Verkehrsprobleme und das Zurückdrängen der Elterntaxis vor?
Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an
Bisherige Stellungnahmen und Vorschläge
Bisher haben sich bereits eine ganze Reihe von Mitgliedern, Anwohnern und Eltern gemeldet. Hier einige Auszüge, die der RVDU zur Diskussion stellt:
- großflächige Einbahnstraßenregelung für alle Straßen des Gebietes
- Schwellen zur Verlangsamung der Geschwindigkeit
- Treffpunkte für „Laufbusse“ deutlich beschildern, von beiden Grundschulen nutzen und zusätzliche Haltestellen einrichten.
- „Schulweghelfer“ einsetzen, die bereits 2015 der BV6 seitens der Verwaltung vorgeschlagen wurden.
- Montags bis freitags zwischen 7:30 und 9 Uhr Verbot der Einfahrt von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“ eine Durchfahrtssperre zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße laut NRW Schulstrassen-Erlass- zumindest als zeitlich begrenzten Test.
- Durchfahrtssperren mit herausnehmbaren Pollern zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße (wurde schon einmal von der Bezirksvertretung abgelehnt).
- Versetzung der Durchfahrtssperre auf dem Krönerweg in Richtung Golzheimer Heide, damit AWO-Kindergarten und Lebenshilfe-Einrichtung auch von Westen her mit KFZ erreichbar sind.
- Golzheimer Heide und Krönerweg als Fahrradstraßen ausweisen
- auf keinen Fall eine Öffnung des Krönerweges, die einen Schleichweg zwischen Unterrath und Stockum wieder öffnen sowie eine erhöhte Gefährdung der Kitakinder und BewohnernInnen der Lebenshilfe bedeuten würde
- Schrankenlösung für die Zufahrten zum Parkplatz vor dem Eingang der Elsa-Brandsström-Schule und dem Rumpfstück Richtung Grünzug. Zugangscodes nur für Anwohner und Schulpersonal
- Hol- und Bringzone als „Rundverkehr“ für Elterntaxis zwischen TuS-Rollhockey-Halle und Projektbüro U 81 mit gesichertem Übergang Eckenerstraße zum Grünzug Richtung Schulen und KITA.
Ganz wichtig sind fast allen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, regelmäßige Kontrollen und die konsequente Ahndung von Verstößen.
Jahreshauptversammlung 2025
Die Neuwahl des Vorstandes, diverse Stadtteilfragen und das stets aktuelle Thema „Mein sicheres Zuhause“ standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2025.
Die RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann begrüßte in der Turnhalle des TuS Nord 42 Mitglieder und als Gäste die Ratsherren Peter Rasp und Dirk-Peter Sültenfuß mit Ehefrau Christa (beide Bezirksvertretung 6), die Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle 6, Luisa Krechel, sowie die für die BV6 gewählte Vertreterin des Seniorenrates, Dr. Notburga Bäcker.
1. Vorsitzende Luzia Busemann beim Bericht des Vorstandes in der TuS-Turnhalle.
Am Anfang stand das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Anneliese Geisler, Bärbel Penath, Alfons Lachenicht, Birgit Bresgen, Herbert Reddig, Helga Karsch und die Ehrenvorsitzende Christa Stichel.
Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes wurden wiedergewählt: die 1. Vorsitzende Luzia Busemann, der 2. Vorsitzende Joachim Wohland, die 1. Kassiererin Annette Kämpfer, die 2. Kassiererin Julia Wohland und der 1, Schriftführer Manfred Busemann. Als 2. Schriftführer neu in den Vorstand gewählt wurde Stefan Manns.
Der Vorstand es RVDU (vorne von links): Joachim Wohland (2. Vors.), Manfred Busemann (1. Schriftf.), Luzia Busemann (1. Vors.), Julia Wohland (2. Kass.), Annette Kämpfer (1. Kass.), hintere Reihe: Stefan Ebling (Beis.), Manfred Hövel (Beis.), Stefan Manns (2. Schriftf.), Michael Schiefke (Beis.). Nicht auf dem Foto (verreist) die Beisitzer Björn Bähren, Joachim Rinke und Andreas Weyl.
Für den vielfältigen Einsatz seiner journalistischen Fähigkeiten bei der Gestaltung der RVDU-Homepage für die Homepage des RVDU sowie für Recherche und Texterstellung zu für Unterrath relevanten Themen ernannte die Mitgliederversammlung Hans-Dieter Budde Ehrenmitglied - auf dem Foto mit der 1. Vorsitzenden Luzia Busemann
Weitere Details zu Vorstandsberichten und Beschlüssen der Jahreshauptversammlung lesen Sie hier im Protokoll.
Riegel vor – für ein sicheres Zuhause
Kriminalhauptkommissarin Melanie Dahmen vom Polizeipräsidium Düsseldorf (Foto) informierte über Schwachstellen im Einbruchschutz und Möglichkeiten, das Zuhause sicherer zu machen. „Ein Einbruch kann Ihr Leben verändern“, warnte die erfahrene Polizistin, „deshalb sichern Sie Ihr Zuhause - damit es Ihr Zuhause bleibt!“
Einbrecher stiegen zu jeder Tageszeit ein. Häufig geschehe das tagsüber, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg“ sind. In den Wintermonaten machten sie sich die früh einbrechende Dunkelheit zu nutze. Die Täter nutzen jede günstige Gelegenheit. Aber sie hätten es immer eilig, und darum müsse man ihnen den Zugang zur Wohnung so schwer machen wie möglich.
Mit der Kampagne „Riegel vor“ gegen den Wohnungseinbruch wolle die Polizei in NRW den Tätern - unter Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger - einen Riegel vorschieben. Kern sei eine dreifache Regel:
- Achten Sie auf verdächtige Personen und Situationen.
- Rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei über 110.
- Lassen sie sich neutral und kostenlos von Ihrer Polizei zum Einbruchschutz beraten.
Wichtige Informationen und Beratung vor Ort biete die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle an der Luisenstraße 2 im LVA-Hochhaus am Südende der Königsallee nahe der Rheinbahn-Haltestelle „Graf-Adolf-Platz U“. Unter der Telefonnummer 0211 870 68 68 können Fragen gestellt und Beratungstermine vereinbart werden. Die Sprechzeiten und Öffnungszeiten für Besucher sind Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr sowie jeweils am 1. Samstag im Monat von 10:00 bis 15:00 Uhr.
Endlich Baupläne für "Schmuddelecke"
Aktualisiert: 8. November 2024
Nach vielen Jahren endlich Hoffnung auf eine Lösung für eine der schlimmsten Unterrather Schmuddelecken: An der Ecke Kalkumer Straße/An der Piwipp soll ein bis zu sechsgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Einzelhandel im Erdgeschoss, Service-Apartments und Tiefgarage entstehen. Die Bezirksvertretung genehmigte jetzt eine entsprechende Bauvoranfrage des Eigentümers. Wann gebaut wird und ab wann das Gebäude bezogen werden ist noch offen.
So sieht es zurzeit an der Ecke Kalkumer Straße/An der Piwipp aus. Der rot umrandete Bereich soll abegrissen und neu bebaut werden.
Verschmierte Wände, verklebte Schaufenster, leere Wohnungen – der Flachbau und das viergeschossige Eckhaus östlich der Straßenbahnhaltestelle „An der Piwipp“ verkommen seit Jahren. Bürger beklagten immer wieder, dass der „Schandfleck“ nicht beseitigt wird. Politik und Verwaltung zeigten sich machtlos und verwiesen auf die Rechte des Eigentümers.

Auf dem rund 1100 Quadratmeter großen Grundstück Kalkumer Straße 2 und 4 sowie An der Piwipp 125 (neben Metzgerei Wendel) entsteht laut Vorlage der Stadt ein vier- bis fünfgeschossiger, bis 19 Meter hoher Gebäuderiegel einem ausgebauten Walmdach. Die maximale Höhe orientiert sich am bis auf wenige Zentimeter gleich hohem Gebäude Bielefelder Straße 12. Seitlich ist der Neubau auf Höhe der Nachbarbauten abgestuft.
Im Erdgeschoss, das bis zu 50 Meter in das Baugrundstück hineinreicht, ist Einzelhandel zur Nahversorgung mit Lebensmitteln, Kosmetika und Ähnlichem geplant.
Darunter entstehen eine Tiefgarage mit 23 Stellplätze sowie Keller- und Nebenräume.
Darüber sollen die Obergeschosse als Service-Appartements, z.B. für Studenten oder Monteure genutzt werden, die vorübergehend bei Firmen eingesetzt sind. Die Appartements sind zwischen 37 m² und 96 m² groß, möbliert und mit Küchenzeilen ausgestattet. Die Mietdauer soll maximal sechs Monate betragen. Das heißt: Es ist eine rein gewerbliche Nutzung der Appartements geplant.
Weil es weder "normale" noch sozial geförderte Wohnungen geben soll, hat die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Pläne in der Bezirksvertretung 6 abgelehnt, wurde aber von der Mehrheit überstimmt. Der Bauherr kann jetzt seine Entwurfspläne konkretisieren und die Baugenehmigung einreichen.
Diese Ansicht des Bauplans von der Kalkumer Straße aus macht deutlich, um wie viel größer der Neubau gegenüber dem bisherigen Baurvolumen ausfällt (Graue Fläche, rot umrandet).
Foto: Budde Panskizzen: Stadt Düsseldorf/Bauaufsichtsamt, grafische Markierungen: Hans-Dieter Budde
Jahreshauptversammlung 2024
Die Neuwahl der Beisitzer, diverse Stadtteilfragen und das hochaktuelle Thema Betrügertricks an der Haustür und am Telefon standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2024.
Die RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann begrüßte in der Turnhalle des TuS Nord 48 Mitglieder und als Gäste Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek, die Ratsherren Peter Rasp und Dirk-Peter Sültenfuß mit Ehefrau Christa (Bezirksverterung 6) sowie die für die BV6 neu gewählte Vertreterin des Seniorenrates, Dr. Notburga Bäcker.
Am Anfang stand das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Franz Conraths, Karin Unger, Rolf Hennemann, Monika Voss, Werner Kraushaar und Hans-Joachim Hibel.
Bei der Neubesetzung des erweiterten Vorstandes reiht sich jetzt Jochen Rinke in die Liste der Beisitzer ein. Er sucht neue Herausforderungen für die Zeit nach dem Berufsleben.
Weitere Details zu Berichten und Beschlüssen der Jahreshauptversammlung lesen Sie hier im Protokoll.
Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort auf der RVDU-Jahreshauptversammlung.
Gut gewappnet gegen Trickbetrüger
Wenn das Telefon läutet oder wenn es an der Haustür klingelt, ist immer Vorsicht geboten. Zumindest solange man nicht weiß, wer da was will. Jeder, der in guter Absicht anruft oder vor der Tür steht, hat Verständnis für Misstrauen. Nur Menschen mit bösen Absichten lassen nicht locker.
Hochinteressant, kompetent, informativ und auch unterhaltsam stellte Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort vvon der Kripo Düsseldorf ein Präventivprogramm für mehr Sicherheit zu Hause vor. Hier drei Grundregeln:
- Wenn am Telefon keine oder eine unbekannte Nummer des Anrufers erscheint: Erst einmal nur mit „Hallo“, aber nie mit Namen melden. Und wenn der Anrufer fragt: „Sind Sie Herr…?“ oder
„Sind Sie Frau…?“ und Ihren Namen nennt, nicht bestätigen und erst einmal zurückfragen: „Wer sind Sie und was wollen Sie?“. Im Zweifel auflegen. - Haus- und Wohnungstür erst öffnen, wenn man wirklich weiß, wer davor steht. Man kann durch die geschlossene Tür fragen, hilfreich sind „Türspion“ oder Kette/Riegel, um die Tür erst einmal einen Spalt zu öffnen. Wichtig: Keine Fremden hereinlassen und sich nicht von angeblichen Notfällen bedrängen lassen. Im Zweifel die Tür schließen und den Polizei-Notruf „110“ wählen.
- Wenn „die Polizei“ anruft oder gar vor der Tür steht und nach Geld oder Wertsachen fragt, sofort auflegen/Tür schließen und den Polizei-Notruf „110“ wählen.
Mehr zu Themen wie Internetkriminalität, Trickdiebstahl (z. B. durch Handwerker „Stadtwerke“ oder Behörden), Enkeltrick oder Schockanrufe erfahren Sie in einem Flyer rechts, den Sie hier downloaden können. Enthalten ist ein „Stop“-Schild wie auf dem Foto von Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort (oben) zum Ausdrucken und Aushängen an der Haustür oder neben dem Telefon.
Diese und weitere Info-Broschüren können Sie persönlich bei der RVDU-Vorsitzenden Luzia Busemann an der Golzheimer Heide 15 abholen. Bitte für eine Terminabsprache 0211 / 41 43 06 anrufen oder E-Mail schicken an
Viele weitere Tipps gibt es auf dieser Website der Polizei. http://www.polizei-beratung.de
Fotos: Hans-Dieter Budde
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Sichere Schulwege - RVDU mischt sich ein
Neue Pläne für altes Hallenbad-Areal





