Vorbeifahrende Autos räumen Schulkindern beim Überqueren von Straßen selbst in der Nähe von Schulen oft keinen Vorrang ein. Darunter sind auch "Elterntaxis". (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Aktualisiert 27. März 2026
Umwege für Anwohner * Teilweise mehr Sicherheit, aber auch neue Risken für Schulkinder * Weiter freie Fahrt für „Elterntaxis“
Seit Jahrzehnten wird über die Schulwegsicherheit rund um die Straße "An der Golzheimer Heide" diskutiert. Jetzt hat die Bezirksverwaltung 6 ohne Beteiligung der Anwohner grundsätzlich entschieden:
Die Golzheimer Heide wird zwischen Krönerweg und Breisacher Straße dauerhaft zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Breisacher Straße. Eine Alternative soll lediglich „geprüft werden.“
Für Anwohner der Golzheimer Heide und weiterer Straßen bedeutet das: Sie müssen das ganze Jahr über – also auch an Wochenenden und in den Schulferien - Umwege und mehr Verkehr hinnehmen.
- Der RVDU sagt „Nein“ zu dieser Entscheidung weil sie unverhältnismäßig zu Lasten der Anwohner geht.
- Der RVDU akzeptiert einen Test an Schultagen mit zeitlich begrenztem Einfahrverbot von der Breisacher Straße.
- Der RVDU fordert für die Erarbeitung weiterer Schritte erneut einen „Runden Tisch“, zu dem auch die Anwohner eingeladen werden.
Die aktuelle Situation auf insgesamt zehn Schulwegen
Der Beschluss der BV6 und die Konsequenzen
Warum ist die Einbahnstraßen-Regelung unverhältnismäßig?
Bei diesen Forderungen bleibt der RVDU!
Erhöht die Einbahnstraße die Sicherheit der Kinder?
Warum sind "Elterntaxis" so problematisch?
Diskussionvorschläge für einen "Runden Tisch"
Die aktuelle Situation auf insgesamt zehn Schulwegen
Auf dem Weg zur „Golzheimer Heide“ und zum Krönerweg (in der Karte blau) werden acht weitere Straßen (rot) zusätzlich von den Anwohnern, von Schul- und Kita-Kindern, ihren Begleitpersonen und „Elterntaxis“ genutzt.
An der "Golzheimer Heide" und am Krönerweg liegen
• die Grundschulen Elsa-Brandström und die St.-Bruno mit rund 450 Schülerinnen und Schülern (hellrote Fläche)
• das AWO-Familienzentrum und mit etwa 70 Kindergartenplätzen (hellblaue Fläche)
• die Lebenshilfe-Wohnstätte (lila Fläche),
• Ein- und Mehrfamilienhäuser mir ca. 340 BewohnerInnen (gelbe Flächen)
• die Kleingartenanlage „Auf der Heide“ (hellgrüne Fläche, Zugang auch vom Dünenweg).
Die Zufahrt ist derzeit noch von Norden und Süden über die rot markierten Straßen möglich.
Die Ausfahrt ist ausschließlich über ein 80 Meter langes „Nadelöhr“ der Golzheimer Heide zur Breisacher Straße erlaubt. Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Der Beschluss der BV6 und die Konsequenzen

Die Golzheimer Heide soll laut einstimmigem Beschluss der BV6 auf einer Länge von 330 Metern zwischen Krönerweg und Breisacher Straße zur Einbahnstraße werden (blau-rote Linie).
Radverkehr bleibt in beiden Richtungen erlaubt.
Autos kommen dann nicht mehr von der Breisacher Straße aus, sondern ausschließlich über Rheinlandstraße und Dünenweg zu den Einrichtungen und Wohnbereichen.
"Elterntaxis" müssen zwar teilweise Umwege fahren, kommen aber besser vorwärts.
Zusätzlich wird im Beschluss „die Verwaltung gebeten, zu prüfen“, ob als Alternative von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 9:30 Uhr die Zufahrt von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“ gesperrt werden kann – wenn nicht sofort, dann eventuell später.
(Den gesamten Beschluss mit Ergänzungen lesen Sie hier) (Verlinkung pdf).
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Warum ist die Einbahnstraßen-Regelung unverhältnismäßig?
Die Einbahnstraßen-Regelung ist 5 1/2 Monate im Jahr (Ferien, Feiertage, Wochenende) überhaupt nicht erforderlich, belastet aber durchgehend den Anwohnerverkehr. Anders ausgedrückt: Nur an rund 200 Tagen (6 ½ Monate) erhöht sie für wenige Stunden die Sicherheit für Schulkinder.
Die Politiker der BV6 haben zwar um die „Prüfung“ einer weniger belastenden Alternative mit zeitlich begrenztem Einfahrtverbot von der Breisacher Straße her „gebeten“, überlassen es aber der Verwaltung, ob und wann sie diese einführt.
Nach bisherigen Erfahrungen muss man wohl davon ausgehen, dass im ersten Schritt die Einbahnstraße kommt und die „Prüfung“ und ggf. Umsetzung der Alternative dauert.
Bei diesen Forderungen bleibt der RVDU!
- Einberufung eines „Runden Tisches“ mit a l l e n, die von der Einführung geänderter Verkehrsregeln betroffen sind.
- Entscheidungen, die auch von den Anwohnern akzeptiert werden können.
- Offenlegung von Gutachten zu Verkehrsfluss, Sicherheit, Fußgänger- und Fahrradbelangen sowie Anliegerinteressen.
- Maßnahmen zur Reduzierung der "Elterntaxis" und den Ausbau sicherer Schulwege für Kinder, die zu Fuß, per Rad oder Roller unterwegs sind.
Mit der Erprobung einer zeitlich begrenzten Einfahrsperre von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“ an Schultagen ist der RVDU einverstanden.
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Erhöht die Einbahnstraße die Sicherheit der Kinder?
Die Einbahnstraßenregelung soll laut Verwaltungsvorlage „dem teils trubeligen Verkehrsaufkommen im Schulbereich entgegenwirken“. Das entstehe insbesondere dadurch, dass parkende Autos an vielen Stellen eine Fahrspur blockieren, Fahrzeuge im Gegenverkehr in Hauseinfahrten und sogar auf Bürgersteige ausweichen. Dadurch würden Schulkinder und Begleiter, die zu Fuß, per Rad oder Roller unterwegs sind, oft von der Fahrbahn abgedrängt oder auf Bürgersteigen gefährdet.
Dazu der RVDU: „Trubelig“ bleiben wird es trotz Einbahnstraßenregelung vor der Einmündung der Golzheimer Heide in die Breisacher Straße (Foto). Die schmale Rest-Fahrbahn neben parkenden Autos ermöglicht auch als Einbahnstraße keinen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Autos und entgegenkommenden Fahrrädern. Die Ausweichmanöver auf den Bürgersteig dürften allerdings entfallen, weil von der Breisacher Straße aus keine Autos einfahren dürfen.
Kritischer werden könnte die Lage an der Ecke Rheinlandstraße/Krönerweg/An der Golzheimer Heide. Durch Radfahrer in beiden Fahrtrichtungen und mehr Verkehr aufgrund des Einfahrverbotes von der Breisacher Straße erhöht sich die Zahl der Autos und „Elterntaxis“.
Um Radfahrende und Kinder schon jetzt besser zu schützen, schlägt der RVDU anstelle der allgemein gültigen Rechts-vor-links-Regel an der Einmündung Rheinlandstraße zeitnah das Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ (umgedrehtes Dreieck) und Fahrbahnmarkierungen vor.
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Warum sind „Elterntaxis“ so problematisch?
Neben den Autos der Anwohner werden die Straßen regelmäßig u. a. von Besuchern, Handwerkern, Paketdiensten, Müllwagen, Ver- und Entsorgungsdiensten, Lehrkräften und anderen Beschäftigen befahren. Dazu kommen zu den Anfangs- und Schlusszeiten der Schulen zahlreiche so genannte „Elterntaxis“.
Am Steuer von Elterntaxis sitzen Eltern, die ihre Kinder mit ihrem Auto zur Schule fahren, damit diese nicht von anderen Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, angefahren werden. (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Dabei verstoßen viele - insbesondere in den Zugangsbereichen beider Grundschuen - immer wieder gegen Halteverbote, parken und halten auf Gehwegen, missachten Durchfahrts- und Einfahrverbote, lassen Kinder in Halteverbotszonen aussteigen und an markierten Stellen nicht über die Straße. So gefährden sie letztlich den Schulweg aller Kinder. Ihr Verhalten erzeugt auch bei anderen Verkehrsteilnehmern Stress-Situationen und damit weitere Unfallgefahren.
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Mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen wurden die Zugänge zu den Schulen teilweise sicherer gestaltet. Die Polizei kontrolliert regelmäßig.
Das Problem: „Elterntaxis“ und andere VerkehrsteilnehmerInnen lassen sich sogar dadurch nicht vom Fehlverhalten abschrecken.
An der Breisacher Straße wurde eine Hol- und Bringzone eingerichtet. Hier sollen Autos nur zum Aus- und Einsteigen der Kinder halten.
Das Problem: Immer wieder parken Eltern dort länger als 3 Minuten, begleiten ihre Kinder bis zum Schultor und blockieren so den Bereich.
Es wurden „Laufbus“-Haltestellen an der Kehler Straße und an der Brunokirche eingerichtet, an denen sich Kinder treffen und mit einer Begleitperson zur Schule gehen.
Das Problem: Begleitpersonen stehen nicht regelmäßig zur Verfügung.
Die Schulen bitten Eltern immer wieder, auf „Elterntaxis“ im Bereich der Schule zu verzichten und mit ihren Kindern gemeinsam Schulwege mit Bus und Straßenbahn, zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden und zu erproben.
Das Problem: Eltern stufen Fußwege als gefährlich oder unzumutbar ein. Sie nehmen sich oft nicht die Zeit, Schulwege mit ihren Kindern gemeinsam zu erkunden. Viele verbinden den ohnehin notwenigen Weg mit dem Auto zur Arbeit mit einem Umweg zu den Grundschulen.
Der RVDU hatte allen Mitgliedern der Bezirksvertretung einen „Runden Tisch“ vorgeschlagen. Diese Idee wurde von den Parteien und auch von der Verwaltung positiv bewertet.
Zu einer internen Gesprächsrunde der BV6-Parteien und der Verwaltung wurden dann zwar Elternvertreter eingeladen, nicht aber der RVDU. Das bedauern wir sehr.
Der RVDU setzt sich dennoch weiterhin dafür ein, dass die Schulwege für Kinder zu Fuß, dem Fahrrad oder auf dem Roller sicherer werden.
Dabei müssen auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden. Notwendige Einschränkungen dürfen nur an Schultagen gelten und müssen zeitlich auf das unbedingt erforderliche Maß begrenzt sein.
Die jetzt beschlossene Einbahnstraßenregelung ist unverhältnismäßig und damit unzumutbar.
Der RVDU sammelt weiter Informationen und Meinungen zum Thema und bittet Mitglieder und Interessenten, weitere Themenvorschläge per E-Mal zu senden an
Diskussionvorschläge für einen "Runden Tisch"
Bisher haben sich bereits eine ganze Reihe von Mitgliedern, Anwohnern und Eltern gemeldet. Hier einige Auszüge, die der RVDU zur Diskussion bei einem "RundenTisch" einbringen wird:
- großflächige Einbahnstraßenregelung für alle Straßen des Gebietes
- Schwellen zur Verlangsamung der Geschwindigkeit
- Treffpunkte für „Laufbusse“ deutlich beschildern, von beiden Grundschulen nutzen und zusätzliche Haltestellen einrichten.
- „Schulweghelfer“ einsetzen, die bereits 2015 der BV6 seitens der Verwaltung vorgeschlagen wurden.
- Montags bis freitags zwischen 7:30 und 9 Uhr zwischen 7:30 und 9 Uhr Verbot der Einfahrt von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“. eine Durchfahrtssperre zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße laut NRW Schulstrassen-Erlass.
- Durchfahrtssperren mit herausnehmbaren Pollern zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße (wurde schon einmal von der Bezirksvertretung abgelehnt).
- Versetzung der Durchfahrtssperre auf dem Krönerweg in Richtung Golzheimer Heide, damit AWO-Kindergarten und Lebenshilfe-Einrichtung auch von Westen her mit KFZ erreichbar sind.
- Golzheimer Heide und Krönerweg als Fahrradstraßen ausweisen
- auf keinen Fall eine Öffnung des Krönerweges, die einen Schleichweg zwischen Unterrath und Stockum wieder öffnen sowie eine erhöhte Gefährdung der Kitakinder und BewohnernInnen der Lebenshilfe bedeuten würde
- Schrankenlösung für die Zufahrten zum Parkplatz vor dem Eingang der Elsa-Brandsström-Schule und dem Rumpfstück Richtung Grünzug. Zugangscodes nur für Anwohner und Schulpersonal
- Hol- und Bringzone als „Rundverkehr“ für Elterntaxis zwischen TuS-Rollhockey-Halle und Projektbüro U 81 mit gesichertem Übergang Eckenerstraße zum Grünzug Richtung Schulen und KITA.
Ganz wichtig sind fast allen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, regelmäßige Kontrollen und die konsequente Ahndung von Verstößen.
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